Tag 1 - Donnerstag, 05.03.

Guten Tag liebe Blogleser, Hola estimados amigos,

Dies ist der kleine aber feine Beginn unseres Reiseblogs nach Brasilien und Argentinien. Reisende sind:

  • Uwe Koppenhöfer, der Hausmeister der Schüler mag, sprich ein lebendes Paradoxon
  • Annette Koppenhöfer, die Schäferin getrennt von ihrer eigentlichen Herde
  • Luis Koppenhöfer, Ingenieur, leichtes Gepäck, überhaupt Gepäck?, Effizienz in Person
  • Anja Galm, bzw. Aña (G)alma, die spanische Seele der Reise
  • Simon Koppenhöfer, der erfahrene Blogger

Unsere Bahn nach Frankfurt ging erst nach dem Mittag ab, sodass Anja viel Zeit hatte noch ein wenig aufgeregt zu sein. Simon versucht derweil die ersten Reisekategorien zu finden. 

In Island gab es den Schafcounter mit der Anzahl an gesichteten Schafen pro Tag, zur Erinnerung war stets durch drei teilbar, außerhalb wie innerhalb des Reisemobils.

In Pakistan gab es die Tageshöchsttemperatur gemessenen mit dem deutschen Präzisionsthermometer der Herzen. Außerdem gab es den deutsche Autocounter der Werte nahe null generierte.

Vorschläge für die Südamerikareise:

  • Dinge gegen die man sich vor der Reise gerne geimpft hätte (z.B. Jetlag)
  • Dinge, die wir nicht empfehlen können 
  • Tageshöchsttemperatur 
  • Mückenstichcounter

Nach Zusammenkunft am Stuttgarter Hauptbahnhof beglückte uns die deutsche Bahn mit außerordentlicher Pünktlichkeit. Wir erfreuten und an unterhaltsamen Bahndurchsagen und einer Karte, die uns unverhofft in einen Überlagerungszustand einiger Reiserouten versetzte. 



Wir fuhren letztlich eine nicht eingezeichnete Stecke und kamen mit einer knappen halben Stunde Verspätung am Frankfurter Flughafen an.
Eine halbe Stunde zu spät bedeutete aber auf der anderen Seite immer noch fünf Stunden zu früh. Die Zeit konnten wir dennoch gut vertreiben, sei es mit Self-Check-in-Schaltern, die einige von uns mitsamt ihrer Drillinge und andere wiederum gar nicht fliegen ließen, oder mit einem kleinen Rundgang durch die verzweigten Gänge des Flughafengebäudes.
Dabei gab es gleich mehrere bemerkenswerte Kuriositäten zu bestaunen:

Im Vergleich mit anderen Flughäfen wirkt der Frankfurter zunehmend seltsam. Man wird nicht durch den Duty-free shop durchgezwungen sondern kann auch dran vorbei laufen. Man muss als Europäer nicht anstehen z.B. bei der Passkontrolle. Die Einrichtung wirkt wie 80er, man kann Essen und Flüssigkeiten durch die Sicherheitskontrollen bringen.

Man muss den Laptop nicht aus dem Handgepäck rausnehmen. Das Gepäck wird nur an einer Stelle gescannt. Man kann am Gate wartend Gekühlte Weißwürste und schweizer Taschenmesser kaufen. Ja kein Witz letzteres stimmt tatsächlich. Da hat Simon sich unter Tränen von seinen Taschenmesser getrennt und es im Koffer aufgegeben und dann kann man die Dinger einfach vor dem Flug kaufen…. Die Verkäuferin hatte ebenfalls keine gute Antwort wieso das geht. Sie meinte die Taschenmesser solle man halt nur kaufen wenn man gerade aus nem Flug kommt. Sonst sei es ja verboten. In Ihrem verkäuferischen Geschickt sagte sie noch. Und wenn dann nur bei Direktflügen kaufen sonst muss man beim Transfer ja mit dem Taschenmesser nochmal illegal werden und wir dabei vielleicht erwischt. Naja wir hatten kein Direktflug deshalb kein Taschenmesser…



Auch unser Flugzeug stand schon zum Einsteigen bereit, da konnte nichts mehr schief gehen. 





Die nun doch über das ganze Flugzeug verstreuten (immerhin paarweise angeordneten, sofern das bei einer Anzahl von fünf Personen möglich war) Sitzplätze wurden schnell gefunden und es ging gegen 21 Uhr ebenfalls pünktlich los in Richtung Sao Paulo. Zu unser aller Freunde gab es noch ein spätes Abendessen im Flugzeug. Unser nächtlicher Schlaf war nur durch trockene Münder und Venenpumpenübungen kurzzeitig unterbrochen. 


Impfwunsch: Jetlag, Thrombose
Nicht empfehlenswert: Sitzplätze nochmal umbuchen, Flugzeug Sitzreihe zum Gang auf das Klo von einer Person verstopft zu haben.
Tageshöchsttemperatur: 17 C
Mückenstichcounter: 0 aus Anjas Perspektive

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