Tag 3 - Samstag, 07.03.
Die erste Nacht in Rio haben wir gut überstanden und stehen zeitig auf, der Zeitverschiebung sei Dank. Das Frühstück im Hotel ist reichhaltig, und wie immer gibt es viel zu viele Angestellte, die sich über leere Teller und Kaffeetassen hermachen. Es gibt verschiedenes Obst, das wir noch nie zuvor gesehen haben. Davor sind wir aber nur mäßig überzeugt. Besonders die Wassermelone und Ananas sind hier aber süßer und vollmundiger als daheim.
Gut gestärkt wollen wir uns auf den Weg in den Botanischen Garten (Jardîn Botânico) machen. Dazu bestellen wir ein Uber über Luis Handy. Da nicht alle ins Auto passen, steigen Simon und Anja zuerst ein und es soll ein zweites Uber geordert werden. Wir wundern uns kurzzeitig, warum wir so lang auf die drei Verbliebenen warten müssen. Allerdings ist die Uber-App wohl davon ausgegangen, dass Luis bereits im Auto sitzt und ließ daher keine Buchung für seinen imaginären Zwilling zu. Durch ein vom Hotel bestelltes Taxi konnte unsere Reisegruppe aber dennoch wieder vereint werden.
Außerdem gibt es kleine Äffchen und Eidechsen.
Vom Botanischen Garten mit kühlenden Bäumen zurück im Großstadt!!jungle!! ebenfalls meistens mit kühlenden Bäumen, versuchten wir etwas zu essen zu organisieren. Dafür vertrauten wir ein weiteres Mal dem Reiseführer und hofften, diesmal an der genannten Adresse tatsächlich das aufgeführte Lokal zu finden. Treffer! Da uns auf der Reise bestimmt noch gegrilltes Fleisch zu Genüge erwarten würde, versuchten wir uns in einem veganen Restaurant mit allerhand leckeren Burgern, Tortillas, fleischlosem Kebab und Pilzrisotto mit Seitan. Wir waren allesamt restlos überzeugt.
Nach der Stärkung haben wir uns auf den Rückweg zum Hotel gemacht. Auf dem Weg wollten wir noch einen fruchtigen Nachtisch aufgabeln. Dafür sind wir in Richtung Ipanemastrand eingebogen, mit Einkaufspassagen, Sportclubs bzw. Parks und Saftständen. Wir genehmigen uns bei einem standorttreuen Laden (dort soll man statt an mobilen Wägen wohl eher einkaufen) einen Becher Açaí mit Maracuja, was wir schon an einigen Ecken vorher gesehen haben. Wir sind ein wenig überrascht von der Konsistenz (offensichtlich wird hier alles Mögliche durch die Slush-Maschine gejagt), aber kommen sonst zu dem Fazit: Top! Außerdem gab es noch einen Becher Cashewsaft. Diese Frucht (um den Cashewkern herum, den es auch in Deutschland gibt) verdirbt schnell und ist deshalb in Europa nicht zu kaufen. Wir nutzen diese einmalige Gelegenheit und probieren es. Nach einem Schluck gibt Anja schnell weiter an Simon... Kein weiterer Kommentar. Es schmeckt recht bitter und undefinierbar.
Uns kommen wieder einmal viele Menschen in Badesachen entgegen. Wir werfen einen kurzen Blick auf den Ipanema-Strand, beschließen dann aber statt am Strand entlang zu laufen doch einmal mit der Metro zu fahren, wie wir es bereits am Tag der Anreise vorhatten. Unser Hotel ist nur zwei Stationen entfernt und eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wird bestimmt ein Erlebnis.
Die Metros funktionieren hier mit Drehkreuz vor dem Bahnsteig. Wie weit man fährt kontrolliert niemand. Wir befinden uns beim Einstieg meterweit unter der Erde und sind bestimmt drei große Treppen nach unten gelaufen. Eine Fahrt kostet etwas mehr als einen Euro und kann mit aufladbaren Karten oder am Automaten gezogenen (dicken) Plastikkarten, die vom Drehkreuz wieder aufgegessen werden, bezahlt werden. Ein Glück gibt es außerdem nette Bahnmitarbeiter, die zur Hilfe bereitstehen, sonst hätte Simon wahrscheinlich laufen müssen... ;)
Mit der aufgeräumten Metro dann zurück war 3/4 des Tages auch schon vorbei.
Den Abend wollen wir noch am Meer verbringen. Wir hoffen, dass heute keine rote Fahne mehr aufgestellt ist und man baden kann. Das ist der Fall, aber dennoch hat es sehr großen Wellen. Zumindest Anja verliert regelmäßig den Stand und wird regelrecht umgepustet. Es ist ein wildes Gefühl, wenn von der zurücklaufenden Welle einem der Boden unter den Füßen weggezogen und gleichzeitig an der Oberfläche eine Welle den Oberkörper Richtung Land schmeißt.
Abends haben wir nicht mehr viel Hunger und es gibt Brötchen, Orange und Bananen aus dem Supermarkt. Damit kann mit 10€ ein Abendessen für 5 Personen gezimmert werden.
Impfwunsch: Sand im Badeanzug, Salzwasser in der Nase
Höchsttemperatur: 34 C
Mückenstichcounter: 2 haben's probiert










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